Suite Leon

Suite Leon

Suite Leon

Richtis Schlucht

Wanderweg mit Geländer durch die Richtis-Schlucht auf Kreta

Die Richtis-Schlucht: Spontan wandern im Osten Kretas

Im September 2025 war ich für zwei Tage allein im Osten Kretas unterwegs. Eigentlich standen ganz andere Ziele auf meinem Plan: Sitia, Vai Beach & Itanos Beach (Was ich auch umgesetzt habe:). Die Richtis Schlucht war  gar nicht vorgesehen.

Ich hatte in Sitia übernachtet – in einem kleinen, schnuckeligen Hotel, und die Stadt ein wenig erkundet. Am zweiten Tag machte ich mich gegen Vormittag wieder auf den Rückweg Richtung Suite Leon in Panormo. Es sollte eine Rückfahrt werden mit einem Stopp am Meer (Golden Beach in Agios Nikolaus) oder in einer Taverne.

Unterwegs Richtung Agios Nikolaos sah ich plötzlich ein Schild zur Richtis-Schlucht. Und genau so entstehen auf Kreta manchmal die besten und coolsten Erlebnisse: nicht lange geplant, nicht groß organisiert, sondern einfach spontan abbiegen! 

Wanderschuhe und Ausrüstung hatte ich wie meistens im Kofferraum. Mittlerweile habe ich auf Kreta fast immer alles dabei, wenn ich unterwegs bin. Also fuhr ich ab, parkte, packte meine Sachen und machte mich auf den Weg.

Kurzinfo zur Richtis-Schlucht

Start: Suite Leon

Region: Osten Kretas

Ziel: Richtis Schlucht

Dauer: ca. 6 Stunden mit Pausen

Schwierigkeit: mittel

Kinder: nur mit Trittsicherheit

Eintritt: je nach Zugang möglich

Highlight: Richtis-Wasserfall

Beste Zeit: Frühling oder Herbst

Eine Schlucht, die mich überrascht hat!

Die Richtis-Schlucht hat sich für mich als eine der schönsten Schluchten herausgestellt die ich bisher auf Kreta gewandert bin. Vielleicht auch deshalb, weil das einfach total ungeplant war. Ich war „innerlich“ ja eigentlich schon auf dem Rückweg nach Panormo – und plötzlich stand ich mitten in einer der grünsten und abwechslungsreichsten Landschaften im Osten der Insel.

Anders als viele kretische Schluchten wirkt Richtis nicht trocken, karg oder steinig. Hier gibt es viel Grün, Schatten, Wasser, alte Bäume, schmale Wege, Felsen, kleine Übergänge und immer wieder Stellen, an denen man kurz überlegen muss wo genau der Weg weitergeht. Genau das macht diese Wanderung so spannend.

Die Schlucht folgt dem Bachlauf hinunter Richtung Meer. Der Weg verändert sich ständig: Mal läuft man über Erde, mal über Steine, mal durch dichte Vegetation, mal entlang des Wassers oder sogar mit Seilführung Unterstützung;). 

Der Richtis Wasserfall

Das bekannteste Highlight der Schlucht ist der Richtis Wasserfall. Er ist ungefähr 20 Meter hoch und liegt wunderbar eingebettet zwischen Felsen, Pflanzen und Bäumen. Gerade im Osten Kretas, wo man oft eher trockene Landschaften erwartet ist das schon schön grün:).

Es ist einer dieser Orte an denen man automatisch ruhiger wird….. Man hört das Wasser, spürt die feuchtere Luft und hat erst mal gar keine Lust weiterzugehen:).

Besonders spannend war für mich das ich dort kleine Fische im Wasser gesehen haben. Solche Details machen eine Wanderung noch besonderer, weil man merkt, wie lebendig dieser Ort ist! Zwischen Felsen, Wasser und Schatten entdeckt man immer wieder kleine Dinge/Tiere, die man auf den ersten Blick gar nicht erwartet.

Weiter bis zum Meer und unerwartete Begleitung

Nach dem Wasserfall ging es weiter Richtung Ende der Schlucht, sie sollte am Meet enden…. Der Gedanke durch eine grüne Schlucht zu wandern und am Ende plötzlich am Wasser zu stehen hat etwas Besonderes. Man kommt aus dem Schatten, aus dem Tal, aus dieser wilden Natur heraus – und steht schließlich am Meer und einem Süßwasserbrunnen.

Unten am Strand wollte ich mir dann etwas Wasser nachfüllen und eine Pause machen. Dort traf ich einen Touristen aus Deutschland der ebenfalls alleine unterwegs war. Aus meiner eigentlich allein geplanten Wanderung wurde dadurch dann eine gemeinsame Tour zurück. Ganz ruhig war es allerdings nicht, denn er erzählte sehr viel – manchmal vielleicht sogar etwas zu viel:). Aber es hatte auch seine Vorteile: Der Rückweg fühlte sich kürzer an, wir konnten uns gegenseitig fotografieren, und so sind einige schöne Bilder entstanden, die ich allein wahrscheinlich nicht bekommen hätte.

Zurück über Agios Nikolaos nach Panormo

Nach ungefähr sechs Stunden war ich wieder zurück am Auto. Die Wanderung hatte deutlich mehr Zeit gebraucht als ich am Anfang gedacht hatte. Aber genau das war eigentlich schön: Ich hatte mir Zeit gelassen, Fotos gemacht, Pausen eingelegt und die Schlucht wirklich dann auch erlebt. Danach fuhr ich weiter in Richtung Agios Nikolaos. Eigentlich wollte ich noch an den sogenannten „Goldenen Strand Voulisma“, aber inzwischen war es extrem windig. Ich war zwar kurz am Strand, entschied mich dann aber schnell für die bessere Variante: eine Taverne direkt gegenüber (Panorama Voulisma)

Nach der langen Wanderung hatte ich ordentlich Hunger und ich war genau in der richtigen Taverne dafür:). Es ein leckeres griechisches Essen, etwas Ruhe und den Moment kurz zurückzuschauen auf diesen dann doch unerwartet intensiven Tag mit der Wanderung. Von dort aus fuhr ich schließlich zurück nach Panormo. Die Rückfahrt dauerte noch mal circa 2 Stündchen. Am Abend kam ich dann nach zwei sehr schönen Tagen wieder bei Suite Leon an: Sitia, Strände im Osten, Vai Beach, Itanos Beach und als ungeplantes Highlight die Richtis Schlucht. Im Nachhinein war gerade diese spontane Wanderung vielleicht der schönste Teil des ganzen Ausflugs.

Mein Fazit zur Richtis Schlucht

Die Richtis-Schlucht war für mich eine der schönsten Überraschungen auf Kreta überhaupt in den letzten 4 Jahren! Grün, abwechslungsreich, stellenweise abenteuerlich und mit dem Wasserfall und dem Weg bis hinunter zum Meer wirklich etwas Besonderes. Gerade weil diese Wanderung gar nicht geplant war ist sie mir besonders in Erinnerung geblieben

Von Suite Leon in Panormo aus ist die Richtis Schlucht allerdings bei Leibe kein kurzer Ausflug. Wenn man direkt hinfährt muss man mit ungefähr dreieinhalb Stunden Fahrzeit rechnen. Für mich passte es halt perfekt da ich eh im Osten der Insel unterwegs war und die Schlucht praktisch auf dem Rückweg lag. Als spontaner Zwischenstopp nach Sitia, Vai Beach oder Itanos Beach ist sie super – nur extra von Panormo aus würde ich sie eher mit einer Übernachtung oder einem längeren Ausflug in den Osten verbinden.

Myli Schlucht

Blick auf alte Ruinen und Felsen in der Myli-Schlucht

Die Myli Schlucht bei Rethymno

Im September 2025 habe ich eine weitere wunderschöne kleine Schlucht auf Kreta entdeckt: die Myli-Schlucht, auch bekannt als das Tal der Mühlen. Dieses Mal war ich nicht mit meiner Familie unterwegs, sondern mit meinem Freund Sakis, der bei uns im Dorf Panormo wohnt und inzwischen ein sehr guter Freund geworden ist.

Sakis ließ sich überreden mit mir wandern zu gehen:). Und das Schöne an dieser Tour: Sie lag fast direkt vor unserer Haustür. Von Suite Leon in Panormo aus waren es nur knapp 25 Kilometer Richtung Rethymno. Für kretische Verhältnisse ist das also wirklich ein Ausflug, den man ganz entspannt am Vormittag machen kann.

Kein großer Plan, kein langer Wandertag, keine komplizierte Organisation. Einfach losfahren, ein bisschen Natur, gute Gespräche und schauen, was der Weg an diesem Tag für uns bereithält.

Kurzinfo zur Myli-Schlucht

Start: Suite Leon in Panormo

Fahrtzeit: ca. 25 Kilometer Richtung Rethymno

Ziel: Myli-Schlucht / Tal der Mühlen

Dauer: ca. 2,5 Stunden mit Pausen

Schwierigkeit: leicht bis mittel

Geeignet für Kinder: ja, mit festen Schuhen

Eintritt: kostenlos

Highlight: alte Wassermühlen, Bachlauf und Taverne im Grünen

Beste Zeit: Frühling, Herbst oder ein nicht zu heißer Vormittag

Von Panormo zur Myli Schlucht

Wir sind morgens in Panormo losgefahren und kamen gegen 10:00 – 10:30 an der Schlucht an. Die Myli Schlucht liegt in der Nähe von Rethymno und ist deutlich kleiner und einfacher zu erreichen als die großen bekannten Schluchten Kretas. Genau das macht sie aber besonders charmant.

Die Schlucht ist eher eine Wanderung für Menschen, die Kreta abseits der Strände erleben möchten: grün, ruhig, schattig, mit Wasser, alten Mauern und kleinen Überraschungen am Wegesrand!!

Wir kamen von der Talseite in die Schlucht. Eigentlich empfohlen von der oberen Bergseite zu starten und abwärts zu gehen, haben wir uns nicht dran gehalten;). 

Der Einstieg: Wald, Bach und viel Grün

Zu Beginn gingen wir durch einen schönen, schattigen Bereich mit viel Grün. Das war im September besonders angenehm, denn auch wenn die großen Sommerhitze-Tage langsam vorbei sind, kann es auf Kreta immer noch warm sein.

Der Weg führte uns durch den Wald & vorbei an einem kleinen Bach und immer tiefer hinein in diese besondere Atmosphäre der Schlucht. Die Myli-Schlucht wirkt ganz anders als die Samaria- oder Imbros-Schlucht. Sie ist nicht so gewaltig, nicht so ganz dramatisch und auch nicht so karg, hier ist was los! Sie ist viel grüner, kleiner, stiller und irgendwie „verwunschener“.

Man hört Wasser, sieht alte Mauern zwischen den Pflanzen, läuft über schmale Wege und hat immer wieder das Gefühl, dass hier früher einmal richtig Leben war.

Das Tal der Mühlen

Der Name Myli bedeutet „Mühlen“, und genau darum geht es in dieser Schlucht. Früher standen hier zahlreiche Wassermühlen die durch das Wasser des Baches betrieben wurden. Heute sieht man noch viele Überreste dieser alten Mühlen, Mauern, Kanäle und Gebäude. Einige Stellen wurden restauriert, andere sind halb von der Natur zurückerobert worden.

Das macht die Wanderung sehr abwechslungsreich. Man läuft nicht einfach nur durch eine Schlucht, sondern durch ein Stück kretischer Geschichte! Überall entdeckt man kleine Details: alte Steine, Wasserläufe, verlassene Gebäude, verwachsene Wege und immer wieder schöne Fotomotive die wir beide genutzt haben.

Die Myli Schlucht ist keine Schlucht, die einen mit ihrer Größe erschlägt. Sie überzeugt eher leise… mit Atmosphäre, Schatten, Wasser und dem Gefühl, durch ein vergessenes Tal zu gehen.

Katzen, Taverne und eine Pause mitten im Grünen

Natürlich wäre es kein richtiger Ausflug auf Kreta, wenn uns nicht auch Katzen begegnet wären. In der Myli-Schlucht haben wir gleich mehrere getroffen, darunter eine besonders schöne schwarze Katze, die uns sogar zweimal über den Weg lief. Solche kleinen Begegnungen gehören für mich auf Kreta einfach dazu und machen eine Wanderung noch persönlicher.

Gegen Ende unserer Tour, zumindest wenn man von der Talseite startet, erreichten wir eine kleine Taverne mitten im Grünen. Sie liegt direkt an der Strecke und ist wunderbar in die Natur eingebettet. Besonders charmant fanden wir, dass das Essen über eine Seilwinde von der Straße hinuntertransportiert wird. Die Auswahl war nicht riesig, aber völlig ausreichend: ein paar einfache Gerichte, eine Erfrischung, ein Bier, vielleicht ein Raki, etwas Schatten und das gute Gefühl, gerade einen richtig schönen Vormittag auf Kreta erlebt zu haben.

Unterwegs mit Sakis

Besonders schön war für mich diese Wanderung mit Sakis zu machen. Wir kennen uns mittlerweile seit Januar 2022 aus Panormo und über die Zeit ist daraus eine echte Freundschaft geworden und die Zeit mit ihm ist einfach immer angenehm.

Wir haben inzwischen schon einiges zusammen erlebt: gemeinsame Arbeiten am Haus, Abende in Tavernen, Gespräche in Panormo oder auch Nächte in Rethymno, die erst in den frühen Morgenstunden endeten. Genau solche Menschen machen Kreta für mich besonders.

Während der Tour haben wir uns wunderbar unterhalten, sind ohne Eile gelaufen und haben immer wieder angehalten. Eine einfache Wanderung wird plötzlich zu einer Erinnerung, wenn man gute Gespräche führt, lacht, stehen bleibt und den Moment nicht hetzt. Genau so sollte sich ein Vormittag auf Kreta anfühlen.

Fazit zur Myli Schlucht

Die Myli Schlucht ist keine große, anstrengende Tageswanderung. Sie ist eher ein kleines Natur- und Geschichtserlebnis in der Nähe von Rethymno. Genau das macht sie so empfehlenswert.

Für Gäste von Suite Leon in Panormo ist sie ein idealer Halbtagesausflug. Man fährt nicht weit, ist schnell in einer völlig anderen Landschaft und erlebt Kreta von einer ruhigen, grünen und sehr ursprünglichen Seite.

Wer alte Wassermühlen, kleine Wege, schattige Natur, Katzen und eine Taverne mitten im Grünen mag, wird die Myli Schlucht sehr wahrscheinlich lieben.

Unser Tipp: Nicht hetzen. Die Strecke ist nicht lang, aber sie lebt von den kleinen Momenten. Stehen bleiben, schauen, Fotos machen, Wasser hören, die alten Mühlen entdecken und am Ende in der Taverne einkehren. Genau dafür ist diese Wanderung perfekt.

Imbros Schlucht

Leon berührt mit Händen und Füßen die engen Wände der Imbros-Schlucht

Unser Ausflug in die Imbros Schlucht auf Kreta

Im April 2025 haben wir einen wunderschönen Familienausflug in die Imbros Schlucht unternommen. Dieses Mal waren wir nur zu dritt unterwegs: meine Frau Sabrina, unser Sohn Leon und ich. Von unserem kleinen Ferienhaus Suite Leon in Panormo aus sind wir früh am Morgen Richtung Westen gestartet.

Schon die Anfahrt war ein Teil des Erlebnisses. Von Panormo aus fuhren wir zunächst entlang der großen Hauptstraße Richtung Westen. Nach einiger Zeit bogen wir links Richtung Süden ab, hinein in die kretische Berglandschaft. Die Straße wurde ruhiger & Landschaft ursprünglicher, nicht verbaut – und irgendwann legten wir in einer kleinen, hübschen Cafeteria noch eine kurze Pause ein (Fredo Cappuccino;)). Genau solche Momente mögen wir auf Kreta besonders: Man ist unterwegs, hat kein großes Programm, aber plötzlich sitzt man irgendwo zwischen Bergen, Kaffee und Sonne und merkt wieder, warum diese Insel so besonders ist und wir uns auf dieses Abenteuer vor 4 Jahren eingelassen haben!

Kurzinfo zur Imbros-Schlucht

Start: Suite Leon in Panormo

Fahrtzeit: ca. 1,5 Stunden

Ziel: Dorf Imbros

Länge: ca. 8 km

Schwierigkeit: leicht bis mittel

Geeignet für Kinder: ja, mit festen Schuhen

Eintritt: 4 Euro / Person (Kinder bis 12 frei)

Highlight: Iron Gate

Beste Zeit: Frühling oder früher Vormittag im Sommer

Von Panormo zur Imbros Schlucht

Die Fahrt von Suite Leon in Panormo bis zur Imbros-Schlucht dauerte ungefähr eineinhalb Stunden. Damit ist die Schlucht gut als Tagesausflug machbar ohne dass man extrem früh aufbrechen oder eine Übernachtung einplanen muss.

Unser Ziel war das kleine Bergdorf Imbros! Dort sahen wir direkt bei Ankunft das Eingangsschild zur Schlucht, parkten unser Auto und kauften die Tickets. Der Eintritt kostete bei unserem Besuch 4 Euro pro Person. Danach ging es ohne große Vorbereitung direkt los in die Schlucht.

Der erste Teil der Wanderung führte uns über schmale, steinige Wege durch eine wunderschöne Naturlandschaft. Das Wetter war herrlich, für April aber schon erstaunlich warm. Trotzdem war es sehr angenehm, weil die Schlucht immer wieder Schatten bietet und die Strecke nicht so extrem fordernd ist wie zum Beispiel die Samaria-Schlucht.

Der Beginn der Wanderung

Der erste Teil der Wanderung führte uns über schmale, steinige Wege durch eine wunderschöne Naturlandschaft. Das Wetter war super & für April aber schon erstaunlich warm. Trotzdem war es sehr angenehm, weil die Schlucht immer wieder Schatten bietet und die Strecke nicht so extrem fordernd ist wie zum Beispiel die Samaria-Schlucht die wir 2x gegangen sind.

Die Imbros-Schlucht ist ungefähr acht Kilometer lang und gilt als eine der leichteren Schluchtwanderungen auf Kreta. Für meinen Sohn Leon sie genau richtig: Lang genug um wirklich das Gefühl einer richtigen Wanderung zu haben, aber nicht so anstrengend, dass sie für Ihn zur Belastung wird. Leon hatte jedenfalls viel Spaß, und wir machten unterwegs immer wieder kleine Pausen.

Die Schlucht verändert sich ständig: mal ist sie weiter und offener, dann wieder enger, steiniger und dramatischer. Genau das macht diese Wanderung so abwechslungsreich.

Das „Iron Gate“!

Ein besonderes Highlight war für uns das sogenannte „Iron Gate“, also das „Eiserne Tor“.

An dieser Stelle rücken die Felswände der Schlucht ganz nah zusammen und steigen links und rechts steil nach oben.

Für Leon war das  der spannendste Moment der Wanderung. Er konnte sich dort so zwischen die Schluchtwände stellen und strecken –  dass er mit den Füßen und Händen beide Seiten berühren konnte. Solche kleinen Sachen bleiben und oft viel stärker in Erinnerung als die großen Sehenswürdigkeiten….

Für uns war es einer dieser sehr schönen Familienmomente: Natur, gutes Wetter, keine Hektik und ein Sohn der sichtbar Spaß an der Wanderung hatte:)

Coole Alternative zur Samaria Schlucht

Die Imbros-Schlucht wird als kleine Schwester der Samaria Schlucht bezeichnet. Das passt ganz gut. Sie ist kürzer, einfacher zu organisieren und weniger anstrengend. Wer also auf Kreta eine schöne Schluchtwanderung machen möchte aber nicht gleich einen sehr langen und körperlich fordernden Tag in der Samaria Schlucht einplanen will findet hier eine sehr gute Alternative.

Gerade für Familien ist die Imbros-Schlucht aus unserer Sicht sehr empfehlenswert. Man braucht trotzdem (!) feste Schuhe, ausreichend Wasser und etwas Trittsicherheit -dann ist die Wanderung ist gut machbar. Im April war es bei uns bereits recht warm, deshalb würden wir auch hier empfehlen möglichst am Vormittag zu starten, nicht in der prallen Mittagssonne!

Rückkehr und Essen in der Taverne

Wir waren bis zum Nachmittag unterwegs. Danach kamen wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt, der gleichzeitig auch der Eingang der Schlucht war. Dort kehrten wir in einer netten Taverne ein (Direkt am Eingang der Schlucht) und aßen etwas. Nach der Wanderung, der frischen Luft und den vielen Eindrücken schmeckt so ein Essen auf Kreta natürlich immer besonders gut!

Nervig war an diesem Ausflug eigentlich nichts. Die Anfahrt war voller schöner Aussichten, die Wanderung angenehm, das Wetter herrlich und wir gut drauf:). 

Samaria Schlucht

A stunning view of the Samaria Gorge, a popular day trip for guests staying at Suite Leon in Panormos, Crete.

Die Samaria-Schlucht: Ein Wettlauf gegen die Zeit im Herzen Kretas

Kreta steckt voller Überraschungen, und unser Ausflug in die Samaria-Schlucht letzes Jahr war definitiv einer der intensivsten Momente unserer Reise. Es war ein Tag voller Ehrfurcht vor der Natur, „entspannter“ Waden und der puren Erleichterung, als wir das Meer erreichten. Ein echtes Abenteuer auf eigene Faust, ohne Touri Unternehmen!

Kurzinfo zur Samaria Schlucht

Start: Suite Leon in Panormo

Fahrtzeit: ca. 2 Stunden bis Omalos

Ziel: Samaria-Schlucht / Agia Roumeli

Länge: ca. 16 km

Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll

Geeignet für Kinder: ja, aber nur mit Kondition und festen Schuhen

Eintritt: 6 Euro / Person (Kinder bis 12 frei)

Highlight: die engen Felswände bei den „Eisernen Toren“

Beste Zeit: Frühling oder früher Start am Morgen

Ein gemütlicher Start mit Hindernissen

Eigentlich hatten wir alles ziemlich genau geplant, aber wie das im Urlaub eben oft ist, kommt es dann manchmal anders :). Wir haben den Morgen ganz entspannt angehen lassen, und dadurch sind wir später als gedacht Richtung Omalos-Plateau aufgebrochen.

Leider konnten meine Frau Sabrina und mein Sohn Leon wegen einer kleinen Erkrankung nicht dabei sein, und auch meine Schwester musste wegen ihrer kleinen Tochter passen. Also sind am Ende nur wir drei los: Mein älterer Bruder, die Tochter meines Bruders und ich. Wir sind gegen 13 Uhr am Eingang Xyloskalo gestartet – ein sehr später Start für eine der längsten Schluchten Europas! 

4,5 Stunden durch eine sagenumwobene Landschaft

Der Abstieg über die berühmten Steintreppen war erst der Anfang einer viereinhalb-stündigen Wanderung durch eine Welt aus Fels und Wasser.

  • Der Abstieg: Über unzählige Serpentinen ging es steil hinunter ins Herz der Samaria Schlucht. Man wandert hier durch Wälder aus uralten Zypressen, während die Gipfel des Massivs mit über 600 Metern Höhe majestätisch über einem thronen. Jeder Tritt auf den Holz-, oder Steinstufen bietet neue, spektakuläre Ausblicke in die Tiefe.

  • Wasserwege: Nach den steilen Passagen wanderten wir an kristallklaren Bachläufen vorbei, die selbst im Sommer eine herrliche Frische ausstrahlen. Der Weg führte uns durch grüne Täler und über kleine Holzbrücken, während der Duft von Pinien in der Luft lag und die massiven Felswände immer höher aufragten.

  • Natur pur: Mein Patenkind war fasziniert von der wilden Kulisse und den seltenen Kri-Kri-Ziegen an den Hängen. Besonders an der „Eisernen Pforte“, wo die Schlucht nur noch vier Meter breit ist, fühlt man sich zwischen den senkrechten Felsen winzig und bekommt eine tiefe Ehrfurcht vor der Kraft der Natur.

Der Endspurt: Das Rennen gegen die Fähre

Da wir erst gegen Mittag am Xyloskalo-Eingang gestartet waren, wurde das Zeitfenster mit jedem Kilometer in der Schlucht knapper und knapper – und noch knapper:). Der Druck im Nacken wuchs mit jedem Meter, denn uns war klar: Die einzige Fähre in Agia Roumeli verlässt den Hafen pünktlich um 17:30 Uhr. In diesem abgeschiedenen Ort im Süden Kretas gibt es keine Alternative – wer die Fähre verpasst hat Pech gehabt oder muss ein Hotelzimmer nehmen.

Die letzten zwei Kilometer stellten uns daher auf eine echte Probe. Um sicherzugehen, dass wir noch rechtzeitig unsere Tickets am Schalter kaufen konnten, sind wir das letzte Stück bis zum Meer fast gelaufen, ich mit der Tochter meines Bruders immer Kopf-an-Kopf:). Es war ein Kampf gegen die Zeit, doch wir haben es geschafft: Um kurz vor halb sechs erreichten wir völlig außer Atem, aber glücklich, das Ziel. Absolute Punktlandung!

Eines haben wir aus diesem Tag jedoch gelernt: Beim nächsten Mal werden wir es wahrscheinlich entspannter angehen und uns direkt unten in Agia Roumeli für eine Nacht ein Hotel nehmen. Dann können wir die spektakuläre Natur der Schlucht ohne jeden Zeitdruck genießen, den Tag gemütlich am Meer ausklingen lassen & Abends noch gemütlich die griechische Küche genießen.

Belohnung auf dem Libyschen Meer

Auf der Fähre fiel die ganze Anspannung von uns ab. Wir gönnten uns eine kleine Erfrischung auf der Fähre und genossen den Blick auf die Küste, während uns das Schiff nach Sougia brachte. Von dort aus schloss sich der Kreis: Mit dem Bus ging es die Serpentinen wieder hinauf zum Parkplatz in Omalos, wo unser Auto wartete.

Der Tag endete mit einer zweistündigen Rückfahrt nach Panormos. Wir waren müde, die Beine waren schwer, aber wir waren erfüllt von diesem unglaublichen Erlebnis. Ein Tag, den wir als Familie und auf eigene Faust gemeistert haben und sicher nie vergessen werden.


Tipp für Nachahmer: Die Samaria-Schlucht ist auch ohne Reiseunternehmen super machbar, aber unterschätzt die Zeit nicht – besonders, wenn man die letzte Fähre erwischen muss!

Ausflug nach Rethymno

Walking through the charming narrow alleys of Rethymno Old Town, an essential excursion for guests staying at Suite Leon Panormos
Rethymno: Ein Tagesausflug voller Charme und verlorener Gassen

Kreta ist eine Insel, die mit ihrer Vielfalt begeistert, und manchmal sind es die spontanen Tagesausflüge, die die schönsten Erinnerungen schaffen. Letzte Woche beschlossen meine Frau Sabrina, unser 11-jähriger Sohn Leon und ich unserem gemütlichen Häuschen „Suite Leon“ in Panormos für einen Tag den Rücken zu kehren und uns auf den Weg nach Rethymno zu machen – eine Entscheidung, die wir, obwohl wir die Stadt schon oft besucht haben, keine Sekunde bereut haben. Rethymno offenbart uns einfach jedes Mal einen besonderen Zauber.

Pünktlich um 8:30 Uhr starteten wir mit unserem Mietwagen in Panormos, die Vorfreude auf einen bekannten, aber immer wieder neuen Ort im Gepäck. Die Fahrt entlang der Küste war schon für sich genommen ein Genuss, doch Rethymno selbst übertraf unsere Erwartungen einmal mehr. Und immer wieder ein Highlight, die Lieblingskreutzung meiner Frau wenn wir Rethymno abfahren:).

Der Charakter einer Stadt, die verzaubert

Rethymno ist anders. Es ist nicht das blitzblank polierte Touristenzentrum, das man manchmal findet. Stattdessen empfängt es einen mit einer wunderbaren Mischung aus venezianischer Eleganz und osmanischem Erbe, die sich in jeder Gasse und jedem Gebäude widerspiegelt. Die Stadt hat einen unverwechselbaren, authentischen Charakter & es gibt eine Menge Eisdielen für Leon:). Man spürt sogar die Geschichte in den alten Steinen, hört das lebhafte Treiben der Einheimischen und riecht die Aromen der kretischen Küche. Es ist diese vertraute, aber doch immer wieder neue Atmosphäre, die uns immer wieder hierher zurückziehen lässt, bei jedem Besuch in Suite Leon

Was Rethymno so besonders macht, ist seine Lebendigkeit gepaart mit einer angenehmen Entschleunigung. Es ist eine Stadt, die zum Flanieren einlädt, zum Entdecken kleiner Details und zum Verweilen in charmanten Cafés, auch wenn meine Frau keinen Kaffee trinkt, der frisch gepresste Orangensaft ist auch super;). Überall stößt man auf historische Elemente, sei es ein alter Brunnen, ein verziertes Holzfenster oder ein kleiner Innenhof, der zum Verweilen einlädt.

Verlorengehen als Teil des Abenteuers

Und ja, wir haben uns tatsächlich verlaufen. Nicht einmal, sondern mehrfach, was aber typisch für uns ist! Die kleinen, verwinkelten Gassen der Altstadt sind ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, bunten Geschäften und kleinen Tavernen. Doch dieses „Verirren“ war kein Ärgernis, sondern ein Teil des Reizes. Es führte uns zu versteckten Plätzen, unerwarteten Ausblicken und dem Gefühl, wirklich in das lokale Leben einzutauchen. Jedes Mal, wenn wir dachten, wir hätten uns orientiert, tauchte eine neue Gasse auf, die uns in eine andere Richtung lockte – und wir ließen uns nur zu gerne darauf ein. Besonders für Leon war es ein kleines Abenteuer, die nächste Ecke zu erkunden, inklusive ganz viel Eis! Und selbst nach so vielen Besuchen gibt es in Rethymnos Altstadt immer wieder Neues zu entdecken.

Historische Höhepunkte: Hafen, Leuchtturm und Fortezza

Eines der absoluten Highlights, das wir immer wieder gerne aufsuchen, ist der venezianische Hafen mit seinem markanten Leuchtturm. Das Panorama dort ist einfach atemberaubend und lädt zum Verweilen ein. Ein weiteres Must-See für uns ist die Fortezza, die beeindruckende Festung oberhalb der Stadt. Vom Kastro aus bietet sich ein unvergleichliches Stadtpanorama, das bei jedem Besuch aufs Neue fasziniert und einen wunderbaren Überblick über Rethymno gibt.

Mittagsgenuss und Nachmittagsentspannung

Nachdem wir uns ausgiebig durch die Gassen treiben ließen und die historischen Stätten erkundet hatten, meldete sich der Hunger. Wir fanden ein kleines, unscheinbares Lokal, das uns mit seiner authentischen Atmosphäre und den köstlichen Gerichten sofort in seinen Bann zog. Ein einfacher, aber unwiderstehlicher griechischer Salat, frischer Fisch, Pommes für Leon und dazu der obligatorische Raki – so schmeckt Kreta! Das Mittagessen war ein perfekter Moment, um das bunte Treiben der Stadt von außen zu beobachten.

Der Nachmittag gehörte dann dem großen öffentlichen Strand von Rethymno. Nach den vielen Schritten durch die Altstadt war die Abkühlung im Meer und das entspannte Sonnenbad genau das Richtige. Der Strand ist weitläufig und gut gepflegt, und wir genossen die Möglichkeit, uns einfach treiben zu lassen und die Seele baumeln zu lassen, bevor wir uns langsam auf den Heimweg machten.

Abschied und Vorfreude auf ein Wiedersehen

Gegen 17 Uhr traten wir die Rückfahrt nach Panormos an, erfüllt von den Eindrücken dieses wunderschönen Tages. Und natürlich durften die passenden Mitbringsel nicht fehlen: Wir haben leckeren Raki und das fantastische kretische Olivenöl für unsere Familien zu Hause mitgenommen. Rethymno hat uns mit seinem einzigartigen Charakter, seinen charmanten Gassen und seiner entspannten Atmosphäre wie immer vollkommen überzeugt. Es ist eine Stadt, die man nicht nur einmal besucht, sondern immer wieder entdecken möchte. Und obwohl es für uns kein Neuland war, bestätigte dieser Ausflug einmal mehr, warum Rethymno für uns ein echtes kretisches Juwel ist, das wir immer wieder gerne besuchen.

Tour in den Westen

The famous pink sands and crystal clear waters of Elafonisi Beach, a breathtaking full-day excursion for guests staying at Suite Leon in Panormos, Crete
Kretas Westen: Eine Reise zu türkisfarbenen Träumen und venezianischem Charme

Kreta ist eine Insel, die zum Träumen einlädt, und mein jüngster Trip in den Westen hat diese Träume definitiv wahr werden lassen. Es war eine Reise voller unvergesslicher Momente, atemberaubender Landschaften, Wildziegen und der puren Freude am Erkunden.

Ein Morgen in Pink: Elafonisi im Morgengrauen

Mein Abenteuer begann früh – sehr früh. Um 7 Uhr morgens machte ich mich von Suite Leon in Panormos auf den Weg Richtung Südwesten. Das Ziel: Elafonisi. Ich hatte so viel über den rosafarbenen Strand gehört, und ich wollte ihn in seiner vollen Pracht erleben, bevor die Massen ankommen. Die Fahrt durch die erwachende Landschaft war schon ein Erlebnis für sich. Ich legte in 2 Kaffees einen Zwischenstopp ein und genoss meinen Fredo Cappuccino.

Als ich ankam, war es genau wie erhofft: Das Licht war sanft, das Wasser leuchtete in unzähligen Türkistönen, und der Strand schimmerte tatsächlich zartrosa. Der rosa Farbton kommt übrigens von den unzähligen winzigen Fragmenten von Muscheln, die mit dem weißen Sand vermischt sind.

Die Ruhe am Morgen war magisch. Ich verbrachte zwei wunderbare Stunden damit, die einzigartige Lagune zu erkunden, durch das knöchelhohe, warme Wasser zu waten und einfach die friedliche Atmosphäre auf mich wirken zu lassen. Es war der perfekte Start in den Tag und eine Erinnerung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Entspannung pur: Falasarna am Nachmittag

Nachdem ich die Schönheit von Elafonisi in vollen Zügen genossen hatte, zog es mich weiter an die Westküste, genauer gesagt nach Falasarna. Dieser weitläufige Sandstrand ist bekannt für seine Größe, sein klares Wasser und die spektakulären Sonnenuntergänge. Ich kam mittags an und verbrachte entspannte drei Stunden am Strand. Das Meer war erfrischend, der Sand weich und warm – ideal, um die Seele baumeln zu lassen und die griechische Sonne zu genießen.  Auch trieb der Wind so seine Streiche, mir flog gefühlt 5x der Sonnenschirm weg:)

Am Abend checkte ich dann im Hotel Balos Beach in Falasarna ein. Ein gemütlicher Ort, der sich perfekt anbot, um die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen und mich auf die nächsten Abenteuer vorzubereiten.

Das Juwel des Westens: Die Balos Lagune

Der nächste Tag war einem der absoluten Highlights Kretas gewidmet: der Balos Lagune. Vom Hotel in Falasarna war es nur ein Katzensprung bis zum Ausgangspunkt. Die Anfahrt und der anschließende Abstieg zur Lagune sind schon ein kleines Abenteuer für sich, aber jeder Schritt lohnt sich.

Als sich die Lagune unter mir ausbreitete, stockte mir der Atem. Das Panorama ist einfach unbeschreiblich: eine Symphonie aus Türkis, Azurblau und smaragdgrünen Farbtönen, umgeben von wilder Natur und einer kleinen Insel. Es ist, als ob man in eine Postkarte eintaucht. Ich verbrachte 2 Stunden damit im flachen, warmen Wasser zu planschen, die einzigartige Landschaft zu bewundern und Fotos zu machen, die niemals die wahre Schönheit dieses Ortes einfangen können. Schaut auch gerne die Ziegenfotos unter diesem Absatz:). Balos ist definitiv ein Muss für jeden Kreta-Besucher!

Venezianischer Charme zum Abschluss: Chania

Bevor es zurück nach Panormos ging, stand noch ein Besuch in Chania auf dem Programm wo ich schon mehrfach mit Leon, Sabrina und meinen Schwiegereltern Zeit verbracht habe. Diese charmante Stadt im Westen Kretas ist ein wahres Juwel. Der venezianische Hafen mit seinem markanten Leuchtturm ist einfach malerisch und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Ich verirrte mich (im positiven Sinne!) in den engen Gassen der Altstadt, entdeckte versteckte Plätze, kleine Boutiquen und gemütliche Tavernen. Chania versprüht eine ganz besondere Atmosphäre, eine Mischung aus Geschichte, Kultur und lebendigem griechischem Alltag. Es war der perfekte Abschluss für eine Reise voller unvergesslicher Eindrücke.

Nach so vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen trat ich die Heimreise zur Suite Leon in Panormos an, erfüllt von der Schönheit und Gastfreundschaft des westlichen Kretas. Es war eine Reise, die meine Erwartungen übertroffen hat und die mich mit vielen wunderschönen Erinnerungen zurückgelassen hat.

Urlaubstipps auf Kreta

Aquaworld Aquarium in Hersonissos

Das berühmteste Tier hier ist die „blinde grüne Schildkröte Stephanie“, die 1997 von Tierschützern gerettet wurde. Mit einem Alter von ca. einem Jahr wurde diese blinde Schildkröte im Jahr 2000 in dieses Rettungszentrum in Hersonissou geschickt. Seitdem lebt Stephanie dort, seit nunmehr 22 Jahren. Das Tier wird seit 1999 jeden Vormittag um 10.30 Uhr von seinem Besitzer von Hand gefüttert. Der Besitzer, ein alter schottischer Mann, hat Angst, dass nach seinem Tod niemand da sein wird, der sich um das Tier kümmert. Diese Schildkröten können immerhin 120 Jahre alt werden.

Auf einem der Foto  ist ein Oktopus zu sehen der das Glas selbst aufgeschraubt hat um an das Futter zu kommen. Wir waren sprachlos wie intelligent diese Tiere offensichtlich zu sein scheinen.

Auf dem zweiten Bild füttert John (der schottische Besitzer) die blinde Schildkröte Stephanie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aquaworld_Aquarium

Die Höhlen von Matala

Wir verbrachten einen ganzen Tag in unserem Urlaub im Oktober 2021 in Matala inklusive dem Besuch der Höhlen von Matala und dem Strand von Matala. Danach haben wir das Dorf ein bisschen erkundet. Das Matala-Dorf ist auch als „Hippie Dorf“ bekannt da es hier viele Hippies gab. Diese Hippies haben auch in den Höhlen gelebt, in den 60ern und auch noch in den 70ern. Matala ist am besten mit einem Mietauto zu erreichen. Der Ort befindet sich im Süden der Insel. Die Fahrt war etwa 40 Kilometer von Suite Leon entfernt, also doch recht flott zu erreichen. Unser Sohn und ich genossen das Dorf mit all seinen kleinen Geschäften, Eisdielen und anderen Lokalitäten. Es wird aufgrund der Historie viel deutsch gesprochen. Es ist einfach großartig & man sollte einmal dort gewesen sein.

Der Strand ist recht breit, aber im Juli und August ist er leider oft sehr überfüllt. Matala ist in der Tat eines der beliebtesten Reiseziele auf der Insel. Behalten Sie es also gerne im Hinterkopf als Reiseziel. 

Es gibt Dutzende von Restaurants, Bars und Tavernen direkt am Meer. Früher war das alles super praktisch, gerade für die Einheimischen. In den letzten Jahren ist das Dorf jedoch sehr beliebt geworden und jedes Jahr kommen mehr Touristen.

Agios Nikolaos und der „Goldene Strand“

Diese Stadt liegt im Osten der Insel und ist auch als „St. Tropez“ von Griechenland/Kreta bekannt. Wir haben uns die Stadt während unseres Urlaubes im Jahr 2022 angesehen. Agios Nikolaos ist etwa 100 Kilometer von der Suite Leon entfernt. Sie haben dort viele Möglichkeiten, wie z. B. Einkaufen oder einheimisches Essen zu genießen. Die Innenstadt ist einfach ein Gedicht. Sie können aber auch einfach nur die fantastische Stadt genießen, auch ohne Geld auszugeben. Vor allem am Jachthafen und im Hafen selber ist es fantastisch. Es gibt tatsächlich viele verschiedene und vielfältige Möglichkeiten den Tag in dieser Stadt zu verbringen.

Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir an einem wunderschönen Strand in der Nähe von Agios Nikolaos, dem Voulisma Beach (auch bekannt als Golden Beach). Dies ist ein wunderschöner Strand mit tiefblauem Wasser und einer absolut gepflegten Umgebung. Sie müssen, natürlich nur wenn Sie wollen, für die Strandstühle und Liegen bezahlen (10 € pro Tag). Ebenfalls befindet sich hier auch eine sehr schöne Strandbar mit köstlichen lokalen Speisen.

Hochebene Lassithi auf Kreta

Mit einer Höhe von 850 m ist das Lasithi-Plateau die größte Gebirgsebene des Landes auf Kreta. Es ist auch das einzige das ganzjährig besetzt ist. Die Hochebene verläuft etwa 11 km in Ost-West-Richtung und 6 km in Nord-Süd-Richtung. In der Umgebung liegen die Gipfel Selena (1559 m) im Norden, Afendi (1588 m) und Louloudaki (1163 m) im Westen, Spathi (2148 m) im Süden und Katharo (1564 m) und Varsami (1545 m) im Osten. In der Vergangenheit waren Viehzucht und Landwirtschaft die Hauptbeschäftigungen hier.

Heute hat sich dieses Plateau in einen riesigen Garten verwandelt, einfach traumhaft. Bis vor einigen Jahren wurde die Bewässerung mit Tausenden von kleinen Windmühlen betrieben (einige von ihnen gibt es noch). In gewisser Weise handelte es sich um eine riesige Windkraftanlage die in ihrer traditionellen Form zum Pumpen von Wasser und nicht zur Stromerzeugung diente. Die Anwesenheit menschlicher Siedlungen in diesem Gebiet reicht Tausende von Jahren zurück was man auch sieht. Wir besuchten naheliegend auch die Zeus-Höhle oberhalb von Psychro, wo der griechischen Legende nach Zeus geboren ist weil sein Papa ihn fressen wollte:).

Die Entwässerungskanäle

Eine weitere Attraktion, die wir in Juli 2022 auf der Hochebene beobachten konnten sind die linearen Entwässerungskanäle, die von den Venezianern vor langer Zeit angelegt wurden, um Wasser über die Hochebene zu transportieren. Als die Venezianer Kreta eroberten, verwandelten sie Lassithi in den größten „Garten“ Kretas, der noch heute Kreta mit Kartoffeln und Gemüse von hervorragender Qualität versorgt. Bei einem Spaziergang auf der Hochebene findet man an jeder Stelle Linien die auf lange wasserführende Gräben hindeuten die dort einmal gewesen sind.

https://en.wikipedia.org/wiki/Lasithi_Plateau

Samaria-Schlucht

Die Samaria-Schlucht ist die berühmteste Schlucht Kretas und eine der größten in Europa. Die Schlucht ist 1962 zum Nationalpark erklärt worden und wird jährlich von mehr als 300.000 Menschen besucht. Wir bewunderten seine einzigartige Schönheit und die Vielfalt der Landschaften. Diese Gegend ist auch ist die Heimat der vom Aussterben bedrohten Kri-Kri, einer wilden Ziege, die nur auf Kreta vorkommt, sowie Heimat von fast 450 Arten der kretischen Flora. 70 davon sind nur(!) in dieser Schlucht zu finden. Die Länge der Schlucht beträgt ca. 16 km. Aber die Wanderung von einer Seite des Nationalparks zur anderen ist ungefähr 18 km lang und dauert 6 bis 8 Stunden.

Der Samaria-Nationalpark ist traditionell immer Anfang Mai für die Öffentlichkeit zugänglich. Im April ist es allerdings auch oft bereits möglich die Schlucht von Samaria zu betreten. Dies hängt von der Witterung und dem Arbeitsaufwand ab der erforderlich ist um den Weg nach den Winterregenfällen wiederherzustellen.
Von daher variieren leider die Öffnungszeiten der Schlucht. Sie könnte Im April, ab dem 1. Mai, oder sogar später (bei schlechtem Wetter oder verspäteten Reparaturarbeiten) eröffnet werden. Die Samaria-Schlucht wird Ende Oktober für die Öffentlichkeit geschlossen. 

GPS Daten zur Schlucht von Samaria